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PHILOSOPHIE DES WETTBEWERBS


„Nachbarschafts-Netzwerken gehört die Zukunft!“

Interview mit Dr. Michael Meyer, dem Vorstandsvorsitzenden der BHW Bausparkasse AG.
Herr Dr. Meyer, seit 2004 initiiert und sponsert die BHW Bausparkasse den bundesweiten Wettbewerb
„Netzwerk Nachbarschaft“ – warum?
Weil wir als Baufinanzierer aus langjähriger Erfahrung wissen, wie wichtig die Lage für den wirtschaftlichen
Wert einer Wohnimmobilie ist. Allein im letzten Jahr hat die BHW Bausparkasse rund 30.000 neue Einfamilien- häuser finanziert – so viel wie eine kleine Stadt. Ob aber die Lage eines Hauses oder einer Wohnung wirklich optimal ist, darüber entscheidet auch das soziale und kulturelle Wohnumfeld.
Heißt das, die „gute alte Nachbarschaft“ feiert ein Comeback?
Auf jeden Fall! Ein Haus zu planen und zu bauen ist das eine, im Alltag gut darin zu leben und sich heimisch zu fühlen das andere. Ganzheitlich betrachtet bieten gute Nachbarschaften deshalb eine riesige Chance für mehr Lebensqualität. Egal, ob es dabei um gute Spielmöglichkeiten für Kinder geht, um Baugemeinschaften, die Gestaltung des Wohnviertels, um die gegenseitige Unterstützung von Alt und Jung oder den interkulturellen Austausch.
Wie gut funktioniert denn Nachbarschaft in Deutschland?
Es ist absolut erfreulich, wie positiv Deutschlands Nachbarn miteinander umgehen und wie engagiert viele sind. Seit der ersten Ausschreibung des Wettbewerbs vor vier Jahren haben sich rund 800 Initiativen mit 100.000 aktiven Nachbarn aus allen Bundesländern beworben, 60 Initiativen haben wir bis heute ausgezeichnet. Sie sind Vorbilder, die ganz konkret zeigen, wie gewinnbringend es für jeden Einzelnen ist, wenn Nachbarn verlässlich füreinander da sind.
Worin besteht die größte Herausforderung für den Wettbewerb „Netzwerk Nachbarschaft“?
Die wohl größte Herausforderung für alle Nachbarn ist die demografische Entwicklung. Wir haben heute Familien, die aus vier oder sogar fünf Generationen bestehen, aber auch eine deutliche Zunahme von alleinerziehenden Eltern und jungen wie alten Single-Haushalten. Hinzu kommen Einwanderer aus anderen Ländern. Alle diese Menschen mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Bedürfnissen können durch eine gute Nachbarschaft enorm profitieren. Das „Netzwerk Nachbarschaft“ beweist, wie durch soziales und kulturelles Engagement das eigene Wohlbefinden im Wohnumfeld optimiert werden kann. Da ist noch ein großes Potenzial in unserer Gesellschaft ungenutzt. Ich bin mir sicher: Nachbarschafts-Netzwerken gehört die Zukunft.
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INITIATIVEN |
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Voneinander lernen und profitieren!

Sie wollen eine Nachbarschafts-Initiative gründen? Gemeinsam mit Nachbarn in erneuerbare Energie investieren? Oder ein Straßenfest organisieren?
Dann nutzen Sie die Projektdatenbank und die Kontaktbörse von Netzwerk Nachbarschaft. Hier können Sie sich mit Ihrer Initiative vorstellen und per Klein-Anzeige Interessierte für Ihr Projekt finden.
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