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NETZWERK-TIPPS
SPARTREND
Vom Einzelkämpfer zum Bau-Netzwerk
Städte sind Hochpreisregionen – auch, wenn es ums Bauen, Kaufen oder Modernisieren von Wohneigentum geht. Der neueste Spartrend heißt deshalb: preiswert bauen in der Gruppe!
Bauen in zentraler Lage, mit Kinos, Cafés und allen Einkaufsmöglichkeiten quasi vor der Haustür, dazu kurze Wege zur Arbeit – und dann auch noch in einer Nach-barschaft, die sich jederzeit gegenseitig hilft: Das muss kein schöner Traum bleiben! „Bundesweit haben sich in den größeren Städten schon einige hundert Baugemein- schaften zusammengefunden, um ihren Traum von der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus in der Stadt zu verwirklichen“, erklärt Frank Karthaus von der Agentur für Baugemeinschaften der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg. Allein in Hamburg gibt es derzeit rund 40 Baugemeinschaften, 700 Wohnungen sind in der Hansestadt bereits in „Koproduktion“ entstanden. Sparen durch Teilen Gemeinsam kann man auch innerstädtische Objekte erwerben, die für einen Haushalt bzw. eine Familie unerschwinglich wären. Plus: Die Netzwerker können deutlich sparen, indem sie sich zum Beispiel die Erschließungskosten von Grundstücken teilen, Preisvorteile bei den Aufträgen an Handwerksunternehmen erzielen oder bei Eigenleistungen am gemeinsamen Strang ziehen. Ein Trend, der vielleicht schon bald mehrheitsfähig ist – wie die aktuelle Emnid-Umfrage im Auftrag der BHW Bausparkasse zeigt. „Unsere Erhebung ergab, dass sich 50 Prozent aller jungen Leute unter 30 Jahren gut vorstellen können, gemeinsam zu bauen“, berichtet BHW-Experte Rüdiger Grimmert, „und zwischen 50 und 59 Jahren sind es immerhin 43 Prozent.“ Anleitung für die Praxis Städte wie Hamburg oder Tübingen haben längst die Zeichen der Zeit erkannt und in ihren Verwaltungen spezielle Beratungsangebote für Baugemeinschaften eingerichtet, das Land Nordrhein-Westfalen finanziert Machbarkeitsstudien. Plus: Die Wohnungsbauförderprogramme in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Hamburg enthalten Förderkomponenten für Baugemeinschaften. Praktische Unterstützung leisten „Gründungsleitfäden“, wie es sie in Hannover, Berlin oder Hamburg gibt. Die entscheidende Hilfe der Städte – auch zukünftig – besteht in der Bereitstellung von Grundstücken oder Gebäuden, die sich für gemeinschaftliche Wohnprojekte eignen. Weitere Infos Hamburg/Wohnformen Hamburg/Wohnraumförderung Tübingen Foto: G. Runge |
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